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Übersäuerung – Ursachen, Symptome, Behandlung

Übersäuerung - Ursachen, Symptome, Behandlung

Übersäuerung – Ursachen, Symptome, Behandlung

 

Essen, Trinken und die Atemluft transportieren täglich sowohl saure, als auch basische Stoffe in den Körper, die dort von den Organen verarbeitet werden.

Nährstoffe die der Körper benötigt werden verwendet und alles Überschüssige wird wieder ausgeschieden.

Werden dem Körper aber zu viele säurebildende Stoffe zugeführt, ist er mit der Verarbeitung irgendwann überfordert.

Unsere moderne Ernährungs- und Lebensweise führt automatisch zu einer dauerhaft ungünstigen Verschiebung des Säure-Basen-Gleichgewichts in die saure Richtung.

Die meisten unserer Körperflüssigkeiten und Organe lieben eine basische Umgebung. Wenn im Körper vorwiegend Basen zu Hause sind, dann sollte man diesen auch vorwiegend damit versorgen.

 

Ein gesundes Säure-Basen-Verhältnis beträgt 20: 80.

 

Mögliche Ursachen einer Übersäuerung

 
  • Industrielle Back- und Teigwaren
  • Schlechte Fette und Öle
  • Verarbeitete tierische Produkte (Wurst- und Fleischwaren, Milchprodukte)
  • Fertiggerichte
  • Kaffee Alkohol, Nikotin
 

Zusätzliche Faktoren wie Bewegungs-, Licht- u. Schlafmangel, Umweltgifte oder Medikamente können ebenfalls zu einer Übersäuerung beitragen.

Denn auch ohne eine säurelastige Ernährung produziert der Körper von sich aus ständig Säuren. Dies geschieht      z. B. bei der Verdauung von Eiweiß, bei Gärvorgängen im Darm oder aber durch Milchsäurebildung bei übermäßiger sportlicher Aktivität (Muskelkater).

 
 
Schlechte Säurebilder
 
 

Welche Faktoren können Hinweis einer Übersäuerung sein

Eine Übersäuerung ist schleichend und die Anzeichen sind sehr unterschiedlich.

Unreine Haut, brüchige Nägel oder Haarausfall können sich zeigen, ebenso Erschöpfung und Müdigkeit.

Weitere Faktoren können sein:

  • Konzentrationsstörungen
  • Verdauungsstörungen
  • Infektanfälligkeit
  • Sodbrennen
  • Mundgeruch
  • Muskelschmerzen
 
 
Hinweis einer Übersäuerung
 
 

Säureflut

Alle Säuren, die nicht über Lunge, Nieren, Haut, Darm oder auch Menstruationsblut ausgeleitet werden können, werden vom Körper in Salze umgewandelt und so neutralisiert. Die dafür benötigten Mineralstoffe stammen aus den basischen Lebensmitteln, die wir zu uns nehmen.

Das klingt zuerst einmal wie eine sehr gute Nachricht, denn das bedeutet, dass solange immer wieder genügend basische Mineralstoffe mit der Nahrung aufgenommen werden und auch die Ausleitung der Schadstoffe funktioniert, ist alles im Einklang.

Aufgrund unserer modernen Lebens- und Ernährungsweise wird der Körper jedoch täglich mit einem übermäßigen Säureaufkommen überflutet und es können nicht mehr alle Säuren in Salze umgewandelt werden.

Der Körper greift zu einer Notfallmaßnahme und lagert überschüssige Säuren als Salze ein und zwar in Gelenken, Nieren, Bindegewebe oder Knochen. Dies kann allerdings schwerwiegende Erkrankungen nach sich ziehen, wie z. B. Gicht, Nierensteine, Cellulite oder Osteoporose.

Aus naturheilkundlicher Sicht gibt es übrigens keine Erkrankung, der nicht eine Übersäuerung des Körpers zugrunde liegt.

Säure-Basen-Ausgleich schaffen

Befindet sich unser Säure-Basen-Haushalt nicht mehr in Balance, ist ein erster und sehr einfacher Schritt eine Umstellung auf eine basenüberschüssige Ernährung mit viel frischem Obst und Gemüse. Außerdem sollte regelmäßig Bewegung in den Alltag eingebaut werden und dies möglichst an der frischen Luft. Ein achtsamer Umgang mit sich selbst, weniger Stress und ausreichend Schlaf sind ebenfalls förderlich und zu empfehlen.

 

Sauer oder basisch

Zu Beginn der Entsäuerung können es ruhig mehr basische Lebensmittel sein, doch es ist für eine dauerhafte basenüberschüssige Ernährungsweise darauf zu achten, dass das Verhältnis zwischen basischen und säurebildenden Lebensmitteln in einem Verhältnis von 80:20 liegt.

Als Faustregel kannst du dir merken: 4 x mehr basische wie säurebildende Lebensmittel essen.

Sich nur von basischen Lebensmitteln zu ernähren ist nicht notwendig, säurebildende Lebensmittel sind ebenfalls erlaubt, solange sie „gesund“ sind.

 

Unterschied Übersäuerung und Azidose

Meist werden beide Begriffe synonym gebraucht. Das ist jedoch nicht korrekt. Eine Übersäuerung des Körpers entsteht fast immer durch eine zu hohe Säurebelastung. Hierbei ist die Ernährung meist zu fett- und eiweißreich, in Kombination mit zu wenig Bewegung. Eine Übersäuerung erfolgt nicht von heute auf morgen und nicht nur von einmal schlecht essen. Dies ist ein schleichender Prozess, der Jahre dauert und chronisch werden kann.

Anders ist es bei einer Azidose. Diese entsteht z. B. durch eine zu geringe Abatmung von Kohlendioxid (respiratorische Azidose) oder durch eine zu hohe Ansammlung von Stoffwechselrückständen im Blut, die nicht abtransportiert werden können (metabolische Azidose). Hier ist eine sofortige medizinische Behandlung notwendig.

 
Lackmuspapier

Bin ich übersäuert?

Dies lässt sich relativ leicht per Urintest nachprüfen. Den Test kannst du alleine zu Hause durchführen. Hierfür benötigst du lediglich Teststreifen aus Lackmuspapier. Mit einer begefügten Farbskala kannst du ziemlich einfach das Testergebnis ablesen. Die Vorgehensweise kannst du der Packungsbeilage entnehmen. Schwankungen im PH-Wert kommen im Laufe des Tages vor und sind ganz normal.
Sollte der pH-Wert über mehrere Tage jedoch unter 6,2 liegen, so liegt laut Naturheilkunde eine Übersäuerung vor.

 

In 5 Schritten zu einer basischen Ernährung

  • Ausreichend trinken – stilles Wasser und Kräutertees
  • Viel grünes Gemüse und Salat essen
  • Iss Obst und Trockenfrüchte (statt Süßigkeiten)
  • Greife zu Vollkornprodukten (statt zu Auszugsmehlen)
  • Meide tierische und verarbeitete Produkte
 

Wie eine basenüberschüssige Ernährungsweise funktioniert, kannst du im Beitrag über Basische Ernährung leben. Dort findest du auch eine Säure-Basen-Tabelle zum Ausdrucken.

 
 

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Hinweis

Dieser Bericht wurde auf der Grundlage meiner eigenen Erfahrungen und erworbenen Kenntnisse, nach bestem Wissen erstellt, darf aber nicht zur Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung genutzt werden. Alle hier empfohlenen Maßnahmen ersetzen keine ärztliche Diagnose. Besprich mögliche Maßnahmen, aus diesem oder anderen Beiträgen dieses Blog, immer erst mit deinem Arzt.

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